Wie begrüße ich einen fremden Hund?

Es gibt bestimmte Verhaltensregeln, wenn man in unserem Kulturkreis einen entfernten Bekannten begrüßt. Man wird ihm freundlich zunicken, die angereichte Hand nicht zu fest drücken und ein paar Floskeln sagen. Es gilt als ungehörig, ihm kraftvoll auf die Schultern zu klopfen, eine Umarmung oder gar einen Kuss zu platzieren. Falsches Verhalten kann zu ernsthaften Missstimmungen führen. Auch unter und mit Hunden gibt es solche Regeln, die man beachten sollte.

Bei Begegnungen mit fremden Hunden ist zunächst einmal „Höflichkeit“ gefragt. Man bleibt ruhig stehen und spricht den Hund mit leiser Stimme freundlich an. Was man sagt, ist relativ egal, er wird die Worte ohnehin nicht verstehen, wohl aber den Klang beurteilen können. (laut, gestresst, ängstlich, nervös…)
Wenn er dann näher kommt, streckt man ihm, am besten seitlich stehend oder in der Hocke, ruhig die Hand entgegen, damit er daran schnüffeln kann. Denn ein Hund sieht viel mit seiner Nase

Eine freundliche Kontaktaufnahme seitens des Hundes, erkennt man oft schon am Schwanzwedeln in Kombination mit dem Rest des Körpers. (Achtung – hier sollte wirklich der ganze Körper beobachtet werden. Denn Schwanzwedeln kann durchaus auch negative Aufregung bedeuten und heißt nicht automatisch, dass der Hund positiv gestimmt ist)
Zusammen mit dem Wedeln, sollte man daher auf die Schnauze, die Nackenhaare, den Blick und seine Laute achten – leichtes Winseln oder liebevolles Bellen z.B.
Erst wenn man sich dann sicher ist, kann man den Hund ggf. streicheln oder mehr Aufmerksamkeit schenken.
Hier am besten seitlich streicheln, nicht von oben herab, sondern am besten leicht in die Hocke gehen. So kann der Hund einen auf keinen Fall als Bedrohung sehen. Bei fremden Hunden sollte man direkten, starren Blickkontakt vermeiden, denn dieser wirkt auf den Hund meist bedrohlich und fordert eine Reaktion des Hundes heraus.

Und wenn die Begegnung mal nicht freundlich erscheint? Dann lässt man den Hund einfach stehen und wartet, bis er sich entfernt. Kein hektisches wegrennen, schreien oder raumeinnehmend auf ihn zu gehen, damit er sich nicht zu sehr bedrängt fühlt und im schlimmsten Fall aus Selbstschutz angreift.
Falls der Besitzer in der Nähe ist (was hoffentlich meistens der Fall ist) solltest du ihn bitten, den Hund zurückzurufen oder direkt an die Leine zu nehmen. Auch wenn der Besitzer meint „der Hund tut nichts“.

Ganz wichtig ist auch, dass Kinder grundsätzlich immer erst zurückgehalten werden, auch bei bekannten Hunden. Denn wenn, vor allem kleine Kinder, kreischend und laut auf ihn zulaufen, ihn umarmen oder womöglich küssen wollen, kann auch der friedlichste Hund in der Überraschung durchdrehen und vielleicht auch mal schnappen. Erst wenn der freundschaftliche Kontakt ganz sicher hergestellt ist, kann man dem Kind erlauben, sich dem Hund behutsam und ruhig zu nähern.
Unfälle mit und durch Hunde sind zum Glück recht selten. Wenn so was doch mal vorkommt, sind fast immer Missverständnisse ursächlich, weil die Reaktionen des Tieres falsch beurteilt wurden. Aufdringliche Menschen sind eine Plage und werden von Hunden nun einmal auf ihre Art abgelehnt – das kann zu blauen Flecken oder Schlimmeren führen!
Es ist also empfehlenswert sich das richtige Handling mit Hunden anzueignen, auch als Nicht-Hundehalter. Besonders Kinder sollten früh den richtigen Umgang lernen, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Das beugt auch späteren Ängsten vor.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.